Ein Spreizdübel hält nur, wenn die Schraube zu ihm passt. Ist sie zu dünn, spreizt der Dübel nicht auf. Ist sie zu dick, reißt der Dübel oder die Schraube lässt sich nicht vollständig eindrehen. Drei Maße entscheiden: der Durchmesser der Schraube, ihre Länge und die Tiefe des Bohrlochs.
Tabelle: passender Schraubendurchmesser je Dübelgröße
| Dübel-Ø | Bohrer-Ø | Schrauben-Ø (Holz- oder Spanplattenschraube) | typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| 5 mm | 5 mm | 3,0–4,0 mm | Bilder, Leisten, leichte Halter |
| 6 mm | 6 mm | 4,0–5,0 mm | Haken, Leuchten, Kabelkanäle |
| 8 mm | 8 mm | 4,5–6,0 mm | Regale, Hängeschränke, Garderoben |
| 10 mm | 10 mm | 6,0–8,0 mm | schwere Regale, Wandhalterungen |
| 12 mm | 12 mm | 8,0–10,0 mm | Konsolen, Handläufe |
| 14 mm | 14 mm | 10,0–12,0 mm | schwere Befestigungen, Gerüstverankerung |
Faustregel: Der Schraubendurchmesser liegt bei etwa 60 bis 80 Prozent des Dübeldurchmessers. Verbindlich sind die Angaben auf der Verpackung des jeweiligen Dübels.
Die richtige Schraubenlänge
Die Schraube muss den Dübel auf ganzer Länge durchdringen und vorne noch etwas herausragen – erst dann spreizt der Dübel vollständig auf. Die Formel dafür:
Schraubenlänge = Dübellänge + Dicke des Anbauteils + 1 × Schraubendurchmesser
Beispiel: Ein 20 mm starkes Brett wird mit einem Dübel 8 × 40 mm und einer 5-mm-Schraube befestigt. 40 + 20 + 5 = 65 mm – gewählt wird die nächstlängere Standardlänge, also 5 × 70 mm.
Bohrlochtiefe und Bohren
Das Bohrloch sollte etwa 10 mm tiefer sein, als der Dübel lang ist. So hat Bohrmehl Platz und die Schraubenspitze stößt nicht an den Bohrlochgrund. Der Bohrerdurchmesser entspricht dem Dübeldurchmesser. Vor dem Setzen das Bohrloch ausblasen oder aussaugen. In Lochziegel und Porenbeton ohne Schlag bohren, sonst brechen die Stege und der Dübel findet keinen Halt.
Vorsteckmontage oder Durchsteckmontage?
- Vorsteckmontage: Bohrloch bohren, Dübel bündig einsetzen, Anbauteil anhalten, Schraube eindrehen. Standard bei Universal- und Spreizdübeln.
- Durchsteckmontage: Anbauteil anhalten, durch das Bauteil hindurch bohren, Dübel durchstecken und befestigen. Das spart das Anzeichnen – typisch für Schlag- und Nageldübel an Latten und Unterkonstruktionen.
Passende Dübel, Schrauben und Bohrer
- Universaldübel / Nylondübel 6 bis 14 mm – für Beton, Vollziegel und Kalksandstein.
- Universal-Ziegeldübel 8, 10 und 12 mm – mit langer Spreizzone, auch für Lochsteine.
- Multifunktionsdübel mit Kragen, 8 und 10 mm – wenn auf der Baustelle wechselnde Untergründe vorkommen.
- Spanplattenschrauben 3 × 16 bis 4 × 60 mm – für 5er- und 6er-Dübel.
- Sechskant-Holzschrauben DIN 571 in 6 und 8 mm – für 10er- und 12er-Dübel.
- SDS-Plus Steinbohrer von 5 bis 10 mm – für die passenden Bohrlöcher.
Welcher Dübel zu welchem Untergrund passt, zeigt unser Ratgeber Welcher Dübel für welche Wand?. Für sicherheitsrelevante Befestigungen gelten immer die Zulassung und die Lastangaben des Dübelherstellers.
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